Das Erprobungsstufenkonzept am Ricarda-Huch-Gymnasium: eine Kurzfassung

Die Erprobungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) als curriculare und pädagogische Einheit hat einen sehr hohen Stellenwert im Bildungsgang des RHG. Dabei kommt es uns sowohl auf die Nutzbarmachung und Weiterentwicklung der in der Grundschule erworbenen Kräfte und Fähigkeiten an als auch auf die Erprobung neuer - gymnasialer - Fertigkeiten.

Diese doppelte Zielsetzung erfordert die Gestaltung eines harmonischen Übergangs von der Grundschule zum Gymnasium, etwa durch die Öffnung des RHG für Grundschulkinder, -eltern und -lehrerinnen und -lehrer: So organisieren wir traditionsgemäß Infotage zur Orientierung der Viertklässler mit ihren Eltern sowie sog. Kennenlerntage (kurz vor den Sommerferien) zum Kennenlernen der zukünftigen Lehrer(innen) und Mitschüler(innen).

Nur auf dem Wege des gegenseitigem Dialogs mit den an Grundschule und Gymnasium Beteiligten kann für die Schüler(innen) der Übergang auf die weiterführende Schule optimiert werden. So hat die schulformübergreifende Kooperation der Lehrer(innen) am RHG eine lange Tradition. Diese fand auch zwischen den Fachlehrerinnen und Fachlehrern für Englisch statt, damit der Übergang zum sog. ‘Fortgeführten Englischunterricht’ am Gymnasium möglichst harmonisch verlaufen kann.

Da unsere Fünftklässler aus vielen verschiedenen Grundschulen zu uns wechseln, kommt der Förderung der neuen Klassengemeinschaft eine wesentliche Rolle zu: Dies geschieht durch viele Einzelmaßnahmen im Schulalltag, aber auch durch die mehrtägigen Unternehmungen, bei denen sich die Schüler(innen) der Erprobungsstufe auch über Klassengrenzen hinweg in einem veränderten (Lern-)Umfeld begegnen:

Im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 führt die sog. Kennenlernfahrt für zweieinhalb Tage in die Jugendbildungsstätte nach Berchum. Diese wird von engagierten Paten (=ältere Mitschüler, die sich ein Schuljahr lang um unsere 'Neuen' kümmern) begleitet und mitgestaltet.

Höhepunkt der Erprobungsstufe ist die Fahrt ins Schullandheim 'Haus am Meer' auf der Nordseeinsel Wangerooge (ca. 7-8 Tage in Jahrgangsstufe 6), in der zu verschiedenen interessanten Themen Projekttage stattfinden. Diese bewährten Fahrten in der Erprobungsstufe schweißen die Klassen und Jahrgangsstufen von Anfang an fest zusammen und noch in späteren Klassen profitieren die Schüler(innen) von diesen positiven Gruppenerfahrungen.

Schulformübergreifende Kooperation sowie gemeinschaftsfördernde Maßnahmen (s. o.) allein gewährleisten noch keinen Erfolg in der Erprobungsstufe. Der intensive Dialog zwischen Elternhaus und Schule ist für uns - insbesondere zur Behebung von Lernschwierigkeiten - unumgänglich. Wir beraten in sog. Erprobungsstufenkonferenzen viermal pro Schuljahr über die Kinder, informieren und beraten die Eltern umfassend (in Schulmitwirkungsorganen, vor allem aber auch in ausführlichen Einzelgesprächen). So bietet das RHG schon nach wenigen Schulwochen einen separaten Elternsprechtag für die Eltern der Fünftklässler an, um ihnen eine frühe Rückmeldung über das Lernverhalten ihrer Kinder zu ermöglichen.

Seit nunmehr neun Jahren findet im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 (mit allen Klassen) das Projekt ‘Lernen lernen’ statt, das sowohl Schüler(innen) und Lehrer(innen) als auch die Eltern einschließt. Es wird in jedem Schuljahr ergänzt bzw. optimiert (in diesem Jahr etwa durch den wiederholten Einsatz des sog. Stationen-Lernens, um das Lernen der Kinder mit allen Sinnen zu gewährleisten.

 

Nähere Infos entnehmen Sie bitte dem gesonderten Infoblatt über dieses Projekt.

 

gez. Angelika Volbers (Koordinatorin der Erprobungsstufe)

 

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