Dazu haben wir einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 befragt.

Halima: In PP beschäftigt man sich mit Regeln für das soziale Verhalten, aber auch mit den eigenen Gefühlen und Erfahrungen.
Alena und Ida: In der Praktischen Philosophie wird über alltägliche Themen gesprochen. Es geht um das Erwachsenwerden und das Zusammenleben mit anderen Menschen.
Arianit und Seymen: In PP geht es um das friedliche Zusammenleben mit anderen Menschen, um Toleranz, den Umgang mit der Erde und ein bisschen um Religion.
Sara: In Praktischer Philosophie diskutiert man über viele wichtige und spannende Fragen, die einen im Alltag und im Leben begleiten. Außerdem macht man coole Sachen wie Plakate und Flyer, die in der Gruppe gestaltet werden oder schreibt Texte.
Mizgin: Man beschäftigt sich besser und intensiver mit alltäglichen Fragen oder Problemen, weil man mit der ganzen Klasse philosophiert und sich austauscht.
Rasim: In PP kann jeder seine eigene Meinung zu einem Thema sagen und dann mit anderen darüber diskutieren.
Elena und Anisa: Philosophie ist ein Fach, in dem man über Themen spricht, über die es meist nur Theorien und Vermutungen gibt. In Praktischer Philosophie lernt man, wie man diese Themen auch auf Alltagssituationen anwenden kann.

Die Schülerbeiträge machen deutlich, dass das Fach Praktische Philosophie Themen und Fragen, die das Zusammenleben der Menschen betreffen, behandelt. Solche Fragen müssen besprochen, in ihrer Tiefe und Weite gründlich diskutiert und mögliche Antworten mit nachvollziehbaren Begründungen versehen werden.

  • Die personale Perspektive ist Grundlage und Ziel jeder Auseinandersetzung mit einer philosophischen Frage. In keinem anderen Schulfach ist der Lebensweltbezug so stark wie in PP, denn die Schülerinnen und Schüler können anhand von subjektiven Erlebnissen, Erfahrungen und Gefühlen verschiedenen Fragen nachgehen, eigene Standpunkte finden und ihre individuellen Urteils- und Handlungsmaßstäbe verteidigen.
  • Durch den gesellschaftlichen Zusammenhang werden die eigenen Einschätzungen und Erfahrungen in größere Zusammenhänge gestellt. So gehen die SuS beispielsweise der Frage nach, welches Glücksideal unsere Gesellschaft vertritt und was andere Gesellschaften unter einem glücklichen Leben verstehen. Durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen wird der Horizont der SuS erweitert und sie können ihren eigenen Standpunkt einordnen und überdenken.
  • Schließlich wird auch nach den Grundsätzen eines Themas gefragt. Die Ideenperspektive wird durch Philosophen vertreten und soll den SuS mögliche Antworten, Argumentationsgänge und logisch nachvollziehbare Begründungszusammenhänge aufzeigen.

(K)Ein Laber-Fach?

Ein lebendiger und interessanter Philosophieunterricht lebt natürlich vor allem von den Beiträgen der Schülerinnen und Schüler. Doch um auf philosophische Fragen eine Antwort zu finden und die Schülerinnen und Schüler zum Selbstdenken zu ermutigen, reicht es nicht, wenn jeder einfach nur seine persönliche Meinung sagt und „herumlabert“.

Zum Philosophieren gehört nämlich viel mehr:

  • Texte lesen und analysieren
  • Bilder interpretieren
  • Begriffe klären
  • sokratische Gespräche führen
  • im Internet recherchieren
  • Rollenspiele erarbeiten und durchführen
  • sich in andere hineinversetzen
  • Plakate und Collagen gestalten
  • eigene Texte verfassen
  • Schreibgespräche führen
  • Sachlich argumentieren
  • Pro- und Contra-Diskussionen führen
  • Ideen ordnen
  • Kernbegriffe erfassen
  • Interviews führen
  • Filme analysieren
  • Gedankenexperimente entwickeln
  • Referate halten
  • Außerschulische Lernorte besuchen
  • und vieles mehr.
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